Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die  BEG vereint einzelne Förderprogramme wie das  CO2-Gebäudesanierungsprogramm oder das Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt ( MAP) mit drei  BEG-Teilprogrammen

Die wichtigsten Infos zur BEG

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Kommunen, Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen.

  • Förderanträge müssen grundsätzlich vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Als Vorhabenbeginn gilt dabei der „Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags“. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen allerdings vor Antragstellung erbracht werden. Vorbereitende Maßnahmen ( z. B. Aufräumarbeiten, Abrissarbeiten, Bodenuntersuchungen  etc.) auf dem Grundstück sind ebenfalls vor Antragstellung erlaubt.
  • Die für die Umsetzung der Maßnahme notwendigen Umfeldmaßnahmen ( z. B. Ausbau und Entsorgung einer Altheizung) werden in die förderfähigen Kosten einbezogen.
  • Leistungen von Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten können mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden.

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Mit der  BEG  EM werden Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden wie nachfolgend dargestellt gefördert:

Gebäudehülle1)

Dämmung von Außenwänden, Dach, Geschossdecken und Bodenflächen; Austausch von Fenstern und Außentüren; sommerlicher Wärmeschutz

20 %

Anlagentechnik1)

Einbau/Austausch/Optimierung von Lüftungsanlagen;  WG: Einbau „Efficiency Smart Home“;
NWG: Einbau Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Raumkühlung und Beleuchtungssysteme

20 %



Heizungsanlagen1)



Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready“



20 %

Bei Austausch Ölheizung 10 % Zusatzförderung!

20 %

Gas-Hybridanlagen
Solarthermieanlagen

30 %
30 %

40 %
30 %

Wärmepumpen
Biomasseanlagen2)
Innovative Heizanlagen auf  EE-Basis
EE-Hybridheizungen2)

35 %
35 %
35 %
35 %

45 %
45 %
45 %
45 %

Errichtung/Umbau Gebäudenetz
(55 %/75 %  EE)

30 %/35 %

Anschluss an Gebäude-/Wärmenetz

30 %/35 %

40 %/45 %

Heizungsoptimierung1)

20 %


1)  iSFP-Bonus: Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines in der „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ (EBW) geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) erhöht sich der Fördersatz zusätzlich um 5 Prozentpunkte. Die Maßnahme muss hierfür jedoch innerhalb eines Zeitraums von maximal 15 Jahren nach Erstellung des  iSFP umgesetzt werden.

2) Innovationsbonus: Bei Einhaltung eines Emissionsgrenzwertes für Feinstaub von  max. 2,5  mg/m3 ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich.

Heizungstausch: Wird eine alte Ölheizung durch eine neue, energieeffiziente und klimafreundliche Heizung ersetzt, erhöht sich der Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dazu zählen Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden – zum Beispiel eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Heizung – sowie Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent, beispielsweise über die Einbindung von Solarthermie.

Die Höchstgrenze förderfähiger Kosten beträgt bei Wohngebäuden  max. 60.000 Euro pro Wohneinheit und bei Nichtwohngebäuden  max. 1.000 Euro pro  m2 Nettogrundfläche, insgesamt  max. 15 Millionen Euro.

Das Mindestinvestitionssumme beträgt 2.000 Euro,  bzw. 300 Euro bei der Heizungsoptimierung.

Bundesförderung für effiziente Gebäude –
Nichtwohngebäude (BEG NWG) und Wohngebäude (BEG WG)

Die systemischen Maßnahmen, mit denen bei der Sanierung oder beim Neubau von Gebäuden eine Effizienzgebäude-Stufe erreicht wird, werden in der  BEG  WG und  BEG  NWG gefördert. Die  BEG gilt für alle Wohngebäude (WG), zum Beispiel für Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Wohnheime, und für alle Nichtwohngebäude (NWG), zum Beispiel für Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser.

Ein Effizienzgebäude zeichnet sich durch eine energetisch optimierte Bauweise und Anlagentechnik aus und erreicht die in den technischen Mindestanforderungen definierten Vorgaben an die Gesamtenergieeffizienz (Bezugsgröße: Primärenergiebedarf) und an die Energieeffizienz der Gebäudehülle (Bezugsgröße: Transmissionswärmeverlust) für eine Effizienzgebäude-Stufe. Dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto energieeffizienter ist ein Gebäude.

Fördersätze

Effizienzgebäude-Stufen im Neubau

Fördersatz

25 %

20 %

15 %

EE-Klasse: + 2,5 %

22,5 %

17,5 %

NH-Klasse: + 2,5 %

22,5 %

17,5 %

Effizienzgebäude-Stufen in der Sanierung

Fördersatz

45%

40%

35%

30%

27,5%

25%

EE-Klasse: + 5 %

50 %

45 %

40 %

35 %

32,5 %

30 %

NH-Klasse (nur  NWG): +5

50 %

45 %

40 %

32,5 %

30 %


Eine Effizienzhaus 40 Plus-Stufe wird bei Neubauten von Wohngebäuden erreicht, wenn gebäudenahe Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien installiert werden.

Die Höhe der förderfähigen Kosten beim Neubau oder bei der Sanierung von Wohngebäuden betragen bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit, für das Effizienzhaus 40 Plus sowie für alle Effizienzgebäude mit  EE- oder  NH-Klasse betragen sie bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit.

Bei Nichtwohngebäuden liegen die förderfähigen Kosten bei 2.000  Euro/m² Nettogrundfläche, maximal jedoch bei insgesamt 30 Millionen Euro.

Zuständig für die Durchführung der  BEG sind die  KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):

BAFA-Link: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node.html

KfW-Link:  https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Bundesf%C3%B6rderung-f%C3%BCr-effiziente-Geb%C3%A4ude/?redirect=621184